Hier die Mitteilung zum download.

bernd on June 24th, 2010

Am vorletzten Augustwochenende (21./22. August 2010) findet rund um das Freilichtmuseum in Rodenberg das zweite Burgfest statt.

Infos: http://www.schlossrodenberg.de oder http://www.heimatbund-rodenberg.de

10 Jahre Ausgrabungen am Freilichtmuseum und 35 Heimatbund Rodenberg und Umgebung e.V. sind uns Anlass genug, das mit einem großen Burgfest an diesem Wochenende von jeweils 11.00 – 20.00 Uhr zu feiern.

Gleichzeitig kommt am Sonntag, dem 22. August 2010 Fürst Ernst von Holstein Schaumburg zum Schloss Rodenberg um anlässlich der Jubiläumsfeiern zu 900 Jahre Schaumburg und seiner 10 tägigen Reise durch das Schaumburg von heute, hier bei uns seinen Gerichtstag abzuhalten.

Mit dabei sind die Musikbands PurPur und Saitenweise, Handwerker, Imker, Seinmetze, Messerwerfer, Kampfkunstvorführungen. Aktionen für Kinder: Kinderkutschfahrten, eine Puppenspielerin, Kochen mit Kindern

Natürlich sind die Ausgrabungen und das Heimatmuseum an beiden Tagen geöffnet und laden zur Besichtigung ein.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

PurPur

PurPur

PurPur

PurPur

PurPur

PurPur

Saitenweise

Saitenweise

Saitenweise

Saitenweise

Saitenweise

Saitenweise

Hörprobe: (Purpur – Ausschnitt aus Frühlingsmond)
Hörprobe: (Saitenweise – Schenkt ein)

 

bernd on June 24th, 2010

Das Runde muss ins Eckige lautet doch im Moment die Parole, aber der kuriose Antrag, die Sanierung des Kurparks trotz vorhandener Fördergelder abzusagen gehört nicht dazu.

Der besagte Antrag wurde gestern Abend im Rat mit 12:11 Stimmen (1 Enthaltung) angenommen, obwohl der Stadtdirektor vorher erklärt hat, dass dieser Antrag ungültig ist, da er nicht durch den VA und den Stadtdirektor vor der Ratssitzung vorbereitet worden war.

Es gewinnt also scheinbar erneut der Wahnsinn und die Intelligenz in Form der 11 unterlegenen Stimmen hat das Nachsehen.

Jetzt hat also der Rat knapp entschieden – und das ohne formale Gültigkeit, wie vom Stadtdirektor erwähnt.

Schauen wir mal auf die Fraktionen:

CDU SPD/WGL WGN/Biener FDP
9 11 5 2

Es wurde geheime Abstimmung beantragt und durchgeführt. 12 Stimmen für den Antrag. Vermutlich kommen geschlossen 9 Stimmen von der CDU und drei Stimmen dann wohl von SPD/WGL oder FDP. Eine SPD Stimme dürfte der Antragsteller Varwig gewesen sein. Drei Ratsmitglieder fehlten bei der Sitzung. Allein die Feigheit nicht offen abstimmen zu wollen ist schon gruselig. Nicht mal den Mut haben die Leute, sich deutlich zu zeigen. Ich wäre sogar für eine offene namentliche Abstimmung gewesen – also unter Aufruf jedes einzelnen Ratsmitgliedes.

Ein Ausweg aus dem Dilemma ist wohl nur die Neuwahl des Rates, schade das sich der Rat nicht selbst auflösen kann. Die nächste Kommunalwahl wird zeigen, wie das Volk denkt und den nächsten Rat zusammensetzt – obwohl das auch ein pures Lottospiel werden könnte.

bernd on June 19th, 2010

Update: heute (23.06.2010)  steht ein sehr tendentiöser Artikel in den SN – aber das sind wir vom Schreiberling ja gewöhnt. Die Auflage des verkleinerten Blattes muss ja irgendwie gerettet werden: Die Kurparkplanung steht heute auf der Kippe

Bad Nenndorfer Gerüchteküche oder Tratsch im Treppenhaus:

Angeblich soll der SPD Ratsherr Fritz Varwig vorhaben, diese Woche den Antrag zu stellen, zur Sanierung des Kurparks von Bad Nenndorf nur die Wege reparieren zu wollen und keine gartendenkmalpflegerische Sanierung vorzunehmen.

Die CDU soll diesem Antrag wohlgesonnen gegenüberstehen, da die CDU ja noch nie etwas vom Kurpark verstanden hat, geschweige denn Ahnung von Gartendenkmalpflege hat, genauso wie Varwig, Olk (SPD) und die Geschäftsführerin der Kur und Tourismus Gesellschaft, aber das habe ich ja schon des öfteren an dieser Stelle festgestellt.

Kommt also die Mehrheit für diesen Antrag zustande, dann braucht sich Bad Nenndorf glücklicherweise niemals mehr für irgendwelche Fördergelder zu bewerben, denn keine Genehmigungsbehöre würde einer Stadt, die erst in Förderprogramme rein will und sich um Fördergelder bewirbt, dann einen Rückzieher macht, jemals wieder Fördergelder bewilligen.

Man sollte die Stadt zur Strafe dann auch gleich aus dem Stadtsanierungsprogramm werfen und die Gelder lieber einer Stadt und einem Rat geben, der sich verantwortungsvoller benimmt.

Vermutlich werden Varwig und Konsorten, als Grund für ihren Antrag das fehlende Geld aufgrund der Finanzkrise benennen, aber er kommt ja auch nur aus Bad Rothenfelde und wird wohl irgendwann auch dahin zurückkehren und dann in diesem Ort eine wüste Einöde hinterlassen, wenn man diesen Menschen hier mit seinem Ratsmandat weiter so walten und schalten lässt, wie bisher.

Wenn an diesem Gerücht auch nur ein Fünkchen Wahrheit ist, dann sollte man diesen ganzen Rat seines Amtes entheben, besser gestern als morgen. Denn die Ratsleute wissen genau, dass die Sanierung der Wege allein auch knapp 1 Million kostet und die ganzen bisher angefallenen Planungskosten dann auch zu 100% zu zahlen sind. Da mit dieser Aktion nämlich auch die Fördergelder gestrichen werden, müssen die Ratsleute dann gleich die vollen Kosten hinblättern.

Aber gegen Dummheit kämpfen ja selbst die Götter vergebens, und das hier ist mal wieder ein anschauliches Beispiel, wie tief verwurzelt die Dummheit und der Wahnsinn im Rat der Stadt Bad Nenndorf sind.

Als kleine pikante Note am Rande dürfte Herr Varwig sicher wissen, dass es das Drama um den Kurpark Bad Nenndorf mittlerweile sogar in die Rote Mappe des Niedersächsischen Heimatbundes (der kritische Jahresbericht zur Heimatpflege in Niedersachsen) geschafft hat. Die Landesregierung hat in ihrer Weißen Mappe darauf geantwortet und weist dort darauf hin, dass die Stadt und der Rat sich nun um eine fachkompetente Sanierung bemühen. Wenn also Herr Varwig dies jetzt mit seinem Antrag stoppen will, dann macht er nicht nur sich und seinesgleichen lächerlich, sondern führt auch die Ausführungen der Landesregierung, Zitat: Damit ist ein Anfang gemacht, der einen positiven Ausblick eröffnet, ad absurdum. Was dann die Landesregierung von dem Rat eines solchen Popelkaffs hält, das darf sich nun jeder selber denken.

Hier die beiden Dokumente mit den Auszügen zum Thema Kurpark Bad Nenndorf:

Rote Mappe des NHB

Weiße Mappe der Niedersächsischen Landesregierung

In einem Zeitungsartikel war kürzlich zu lesen, dass der Antrag auf Tourismusfördergelder für die Kurparksanierung (50% Zuschuss) gestellt sei und es heisst weiter: Die Bewilligungsstelle hat lediglich den Eingang der Unterlagen bestätigt, sagte der stellvertretende Bauamtsleiter Jürgen Bock. Allerdings muss die Verwaltung vor einer Entscheidung unter Beteiligung der Kur- und Tourismusgesellschaft noch ein touristisches Konzept ausarbeiten.

Jetzt muss also die KurT und damit die Geschäftsführerin ran, und auch noch ein Tourismuskonzept vorlegen und das, wo doch seit Jahren jedes Jahr mit monotoner Gleichförmigkeit immer wieder die gleichen Events und Feste gefahren werden, die schon ihr Vorgänger im Amte und dessen Vorgänger entworfen haben. Also nix wirklich Neues in dieser Hinsicht und jetzt auch noch ein Tourismuskonzept, au weia, das artet ja in Arbeit aus – nicht nur Bierkästenschleppen bei Veranstaltungen, jetzt auch noch Hirn einschalten und nachdenken. Da ist es doch wirklich besser nur die Wege zu reparieren und mit dem weiter zu machen was wir ja schon immer gemacht haben, weil wir das ja so schön machen. Oder wie sagte unsere Bürgermeisterin erst kürzlich bei der Abiturentlassung zu den die Stadt Bad Nenndorf verlassenden Abiturient/innen: wenn Sie eines Tages in unser schönes Bad Nenndorf zurück kehren – Schön? Wie denn? Wo denn? Ah, sie meint vermutlich die Rodenberger Allee, ja die ist wirklich schön und gelungen, aber die wurde ja auch saniert und nicht nur repariert – das ist der kleine aber feine Unterschied.

Je genauer man hinschaut und je länger man beobachtet, desto mehr wird einem das ganze Drama bewusst, was sich hier in Bad Nenndorf abspielt.

bernd on June 16th, 2010

Jetzt ist es fast amtlich. Der Tod der imposanten Blutbuchen auf den ehemaligen Tennisplätzen, auf denen die Volksbank in Schaumburg ein Baugebiet schafft, ist beschlossen. Der Bauausschuss der Stadt Bad Nenndorf hat auf seiner letzten Sitzung dem Druck der Volksbank in Schaumburg nachgegeben und die öffentliche Auslegung des von der Volksbank in Auftrag gegebenen Bebauungsplanes beschlossen, ohne diese drei imposanten und erhaltenswerten Bäume zu retten.

Wieder zählt im Rat der Stadt Bad Nenndorf nicht der Städtebau, indem man die Bäume innerhalb des Baugebietes erhält, sondern das pure Kuschen vor der Volksbank, wie schon so oft in diesem Dorf. Der Antrag der Wählergemeinschaft, einen städtebaulichen Architektenwettbewerb auszuschreiben, fand nur drei Stimmen (2x WGN, 1x SPD – man staune, so fest war die Front also doch nicht), der Rest vom Schützenfest von SPD, CDU und FDP stimmte stur für die Volksbank und ihren schwachsinnigen Häuschenplan vermutlich auch aus Bockigkeit, weil wieder mal wir, die guten und besseren Ideen haben.

Wir werden also am 1. Oktober 2010, dann wenn wieder Bäume gefällt werden dürfen, die Motorsägen heulen hören und die Bäume fallen sehen. Vermutlich werden sich dann schnell Schlangen von Kaminbesitzern einfinden, um etwas von dem Holz zu ergattern, um es dann nach einem Jahr der Trocknung in ihren Kaminen in die Atmosphäre zu blasen – oder es wird zu Ikea-Billy-Funierholz verarbeitet und findet sich dann in einigen hundert deutschen Wohnzimmern wieder.

Wie auch immer, es ist einfach nur traurig mit diesem Stadtrat. Wenn das Volk aufwacht, dann wird es bei der nächsten Kommunalwahl den Parteien einen Denkzettel verpassen, wenn nicht, dann wird diese Stadt doch noch untergehen.

Diese imposanten Blutbuchen stehen nicht mehr lange

Diese imposanten Blutbuchen stehen nicht mehr lange

bernd on June 16th, 2010

Am vorletzten Augustwochenende (21./22. August 2010) findet rund um das Freilichtmuseum das zweite Burgfest statt.

10 Jahre Ausgrabungen am Freilichtmuseum und 35 Heimatbund Rodenberg und Umgebung e.V. sind uns Anlass genug, das mit einem großen Burgfest an diesem Wochenende von jeweils 11.00 – 20.00 Uhr zu feiern.

Gleichzeitig kommt am Sonntag, dem 22. August 2010 Fürst Ernst von Holstein Schaumburg zum Schloss Rodenberg um anlässlich der Jubiläumsfeiern zu 900 Jahre Schaumburg und seiner 10 tägigen Reise durch das Schaumburg von heute, hier bei uns seinen Gerichtstag abzuhalten.

Mit dabei sind die Musikbands PurPur und Saitenweise, Handwerker, Imker, Seinmetze, Messerwerfer, Kampfkunstvorführungen. Aktionen für Kinder: Kinderkutschfahrten, eine Puppenspielerin, Kochen mit Kindern

Natürlich sind die Ausgrabungen und das Heimatmuseum an beiden Tagen geöffnet und laden zur Besichtigung ein.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Mehr Informationen und das Programm folgen demnächst auf dieser Seite bzw. unter http://www.schlossrodenberg.de oder http://www.heimatbund-rodenberg.de

bernd on May 5th, 2010

Die Sache mit dem Abriss des Landtages ist ja in aller Munde – aber wen wundert es, wenn in Bad Nenndorf das älteste noch erhaltene Bauernhaus abgerissen wurde (was leider nicht mehr unter Denkmalschutz stand), dann darf auch ein unter Denkmalschutz stehender Landtag abgerissen werden, weil das ja die politische Mehrheit so bestimmt. Denn die politische Mehrheit hat immer Recht – oder ?

Wer gegen den Abriss des Landtages ist, kennt diesen Link sicher schon, wer nicht, darf gerne mal rein schauen:

http://buergerbeteiligung-landtag.de/

Es gibt auch eine Online-Petition. Mehr dazu unter:

http://buergerbeteiligung-landtag.de/online-petition/um-was-geht-es/

http://buergerbeteiligung-landtag.de/online-petition/

Die Online Petition zeichnen kann man hier:

http://petition.buergerbeteiligung-landtag.de/

Wichtig ist aber das auch auf den offiziellen Unterschriftenlisten zu tun, denn nur die sind wirklich verbindlich.

http://buergerbeteiligung-landtag.de/wp-content/uploads/2010/03/UnterschriftenPetition.pdf

Also auf, zeigen wir denen mal wo der Hammer hängt.

bernd on March 11th, 2010

Die Unterzeichner fordern die Volksbank und den Rat der Stadt auf, die Blutbuchen am alten Tennisplatzgelände zu schützen und zu erhalten!!

Einwohnerantrag nach §22a NGO: Die Einwohner der Stadt Bad Nenndorf fordern den Rat der Stadt Bad Nenndorf auf, über folgende Frage zu entscheiden:

  • Sollen die fast 90 Jahre alten Blutbuchen auf dem alten Tennisplatzgelände erhalten bleiben und vom Rat im Rahmen seiner Planungshoheit gesichert werden?

Bürgerbegehren nach §22b NGO: Die Wahlberechtigen der Stadt Bad Nenndorf sollen über folgende Frage entscheiden:

  • Sollen die fast 90 Jahre alten Blutbuchen auf dem alten Tennisplatzgelände erhalten bleiben und vom Rat im Rahmen seiner Planungshoheit gesichert werden?

Die Listen liegen in vielen Bad Nenndorfer Geschäften aus. Z.b. Buchandlung Borchers, Hauptstraße und Christliche Buchhandlung, Kurhausstraße.

BlutbuchenUListe

bernd on March 11th, 2010

Der Streit mit dem NABU ist beigelegt!

Bei einer ausführlichen Begehung des Kurparks und einem langen sehr konstruktiven Gespräch mit dem NABU Vorstand haben wir festgestellt, dass wir alle für die gleichen Ziele kämpfen.

Warum nun das ganze Chaos?

Tja, weil das, was in der Presse stand nun so aufgetischt wurde, dass die Leser den Eindruck bekommen mussten, die Kurparksanierung würde den ganzen Kurpark und vor allem den alten Baubestand abholzen – was natürlich nicht stimmt. Dabei war das auch gar nicht die Intention des NABU. Der NABU hatten nur Angst um die wirklich alten Bäume und die sind so gar nicht betroffen. Selbst die Planerin möchte die 200 Jahre alten Linden auf der Esplanade so lange wie möglich erhalten.

Die Renovierungsnotwendigkeit der gesamten Esplanade wird auch vom NABU Vorstand gar nicht in Frage gestellt und so kam am Ende dabei raus, dass wir doch alle am selben Strang ziehen.

Viel Wind, aber letzten Endes doch gut, denn das gab Anlass zu einem intensiven Austausch und gegenseitigem Verständnis.

Leider hat in der Nenndorfer Politik dieses Verständnis immer noch nicht Fuß gefasst, aber dazu später mehr.

bernd on March 2nd, 2010

Die Nachrichten überschlagen sich und jetzt ist es amtlich:

Die im Auftrag der Volksbank gefällte Pyramideneiche an der Ecke Rodenberger Allee / Bahnhofstraße gehörte samt darunter liegendem Grundstück nicht der Volksbank, sondern den Besitzern des anliegenden Grundstücks!

Darüber habe ich mich heute höchst persönlich bei den Eigentümern informiert.

Das Entsetzen über die Fällung war in der Familie groß, aber was würden Sie sagen, wenn eines Tages Ihr Haus von Bulldozern niedergerissen wird. Es kommt mir vor, wie im Buch: per Anhalter durch die Galaxis in dem zu Beginn erst das Haus von Arthur Dent von einer Straßenbautruppe abgerissen und danach die Erde von einer vogonischen Bauflotte zerstört wurde, um einer Hyperraum-Umgehungsstraße Platz zu machen.

Science Fiction wird also im Falle Bad Nenndorfs zur brutalen Realität und die vogonische Bauflotte ist die Volksbank in Schaumburg.

Als beratendes Mitglied im Bauausschuss habe ich sofort in meine Unterlagen geschaut und siehe da, das in Rede stehende Flurstück ist dort tatsächlich als zum neuen Bebauungsplan „Westlich Kurpark“ gehörig eingetragen und auch in die Flächen des sogenannten Häuschenplanes eingegangen.

Jetzt dreht sich bei mir aber alles um! Das ist kein dummer Fehler (Fehler passieren ja), das ist absolut grobe Fahrlässigkeit!

Wie kann man nur über Monate derartige Pläne ohne wirkliche Kenntnis der Eigentumsverhältnisse diskutieren? Auch wenn es nur eine kleine Ecke dieses ganzen Areals ist, auf was für Grundlagen hat denn der Volksbank-Planer Herr Reinold seine Pläne aufgebaut? Das alles macht einem Angst und im Falle der Bank sorgt es doch für erhebliche Unsicherheit!

Eine AK5-Karte bekommt jeder aus dem Schaumburg-GIS, dort sind alle Grundstücke eingetragen, aber natürlich nicht die Eigentümer. Aber den Zugriff auf diese qualifizierten Daten sollten die Planer doch auch haben, vor allem sollte doch die Volksbank selber genau wissen, was sie da eigentlich gekauft hat. Aber, wie sich jetzt herausstellt, weiß das die Volksbank scheinbar gar nicht, denn nur so konnte der bedauerliche Fehler passieren, dass die Bautrupps den Panikauftrag „macht alles platt“ entsprechend zackig umgesetzt haben.

Die Bankenkrise wurde durch geldgierige Banker ausgelöst und bisher haben sich Volks- und Raiffeisenbanken immer noch damit gebrüstet, sie seien nicht solche geldgierigen Monster und deswegen sei das Geld bei ihnen sicher. Wenn man das hier sieht, dann frage ich mich aber, was für eine Geldgier muss hinter den Verantwortlichen der Volksbank stehen, wenn solch ein Grundstück, dass sich durch eine gewisse Anzahl alter, gesunder und erhaltungs- und ehrwürdiger Bäume auszeichnet, in einer Radikal-Aktion derart ausgeschlachtet wird?

Nur damit die Volksbank in Schaumburg ihren Mitgliedern für dieses Jahr wieder 7,50 € an Dividende ausschütten kann?

Oder verzichten die Mitglieder eventuell freiwillig auf 50 Cent oder 1 € an Dividende, und damit wird aus dem Tennisplatzareal ein innerstädtisches Wohnquartier in parkähnlicher Umgebung bei dem nicht jeder Quadratzentimeter vollerschlossen und gewinnmaximiert verkloppt wird?

Nein, ich will keine Antworten auf diese Fragen! Ich will, dass der Wahnsinn aufhört, dass hier in Bad Nenndorf endlich die Vernunft einkehrt, dass hier etwas für die Zukunft dieser Stadt getan wird, was nachhaltig und gut ist. Und ich will dass der Irrsinn aufhört und die Verantwortlichen verschwinden.