Jede Sekunde wird in der Bundesrepublik Deutschland 10,76 m2 Boden neu als Siedlungs- und Verkehrsfläche beansprucht.

Der aktuelle Flächenverbrauch beträgt:


 

Jede Sekunde wird in der Bundesrepublik 10,76 m2 Boden neu zu Siedlungs- und Verkehrsfläche, das bedeutet rund 38.736 m2 in der Stunde, 93 ha in einem Tag.
Die versiegelte Fläche macht etwa 50 % der Siedlungs- und Verkehrsfläche aus. Jede Sekunde werden ca. 5,38 m2versiegelt oder etwa 2,69 m2 überbaut.

Nachhaltige Siedlungsentwicklung

Eine nachhaltige Siedlungsentwicklung muss die Wohnbedürfnisse der Bevölkerung befriedigen sowie eine ökonomische Entwicklung ermöglichen, ohne die Gesundheit von Menschen und Ökosystemen zu gefährden.

Wesentliche Aufgabe der nachhaltigen Siedlungsentwicklung ist daher die Reduktion der Umweltwirkungen von Wohnsiedlungen. Längerfristig ist auch der Wunsch der Mehrheit der Bevölkerung nach einem freistehenden Einfamilienhaus mit dem Ziel der Nachhaltigkeit nicht vereinbar. Hier müssen qualitativ hochwertige Wohnformen gefunden werden, die den Wunsch nach individueller Gestaltungsmöglichkeit mit der städtebaulich notwendigen hohen Dichte in Übereinstimmung bringen. Parallel hierzu muß die Wohnqualität innerhalb der Städte wiederhergestellt werden. Die Ursachen, die zum Wunsch nach dem “Wohnen im Grünen” vor den Toren der Stadt führen, müssen beseitigt werden.

In diesem Sinne ist auch die sechste der 12 Saarbrücker Thesen zur “Zukunft der Stadt – Stadt der Zukunft” zu verstehen:

Städte müssen durch ihre Qualität überzeugen – durch ihre Funktionsfähigkeit, ihre sozialen und kulturellen Gestaltungsmöglichkeiten und durch ihre räumliche Organisation. Nur so lassen sich die Bürgerinnen und Bürger für die Stadt ohne Zwang zurückgewinnen. Die europäische Stadt der Zukunft ist qualitätsorientiert und nicht mehr von quantitativen Zwängen abhängig.

aus: http://www-public.tu-bs.de:8080/~schroete/wohnen.htm#Ziele

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